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Weiter geht es mit Fenja, welche seit knapp zwei Jahren für den VfB spielt und von der Außenbahn und vom Siebenmeterpunkt für Torgefahr sorgt. Mehr könnt ihr wie immer in den folgenden Zeilen erfahren. 

Hallo Fenja, du bist nun seit knapp zwei Jahren beim VfB aktiv. Erzähl uns etwas über deine Anfänge vom Handball und deine Stationen im Frauenbereich.

Hi, angefangen habe ich damals beim HVH Kamenz. Wirklich Lust hatte ich nicht, aber mein Papa bestand darauf, dass ich mal beim Training vorbei schauen sollte. Und was soll ich sagen, es hat mir direkt Spaß gemacht. 😉 Ich habe dann in Kamenz auch alle Jugendmannschaften durchlaufen und war schließlich bei den Frauen. Danach habe ich 8 Jahre für den Radeberger SV gespielt und bin nach meiner Babypause nun beim VfB gelandet. 

Die Handball-WM der Männer neigt sich mit dem Finalwochenende dem Ende. Hast du einige Spiele verfolgen können? Wie sehr hat es in den Händen gekribbelt, wieder einen harzigen Ball in die Hände zu nehmen?

Ich habe nur ein paar Spiele der Deutschen verfolgt. Aber natürlich hat man beim Zuschauen noch viel mehr Lust auf einen klebrigen Ball bekommen. Ist doch Harz sowieso unser Ding. 😉 Leider ist alles schon wieder viel zu lange her und dabei sollte doch bei dem Spiel gegen Plauen, welches leider nicht mehr stattfinden konnte, Claudzen wieder mitspielen (P.S. Ich hab dich lieb ;-))

Gibt es ein Spiel, welches dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Mm, die Frage ist gar nicht so leicht. Da gibt es einige. Mit dem VfB vor allem das Spiel in Hoyerswerda und in Schneeberg. Die Motivation und der Wille haben einfach zu 100% gestimmt, das war geil. Weiterhin bleibt natürlich das knappe Spiel zum Aufstieg in Neugersdorf in Erinnerung. Apropos Neugersdorf, hier hatten wir auch mit dem RSV eine legendäre Auswärtsfahrt. Das Spiel war vielleicht nicht das Beste aber danach hieß es ebenfalls Aufstieg in die Sachsenliga. Mit einem Bus voller Fans und nach einigen Kreisverkehr-Runden wurde die Meisterschaft standesgemäß gefeiert. Gleiches gilt natürlich auch für die Fahrten zu den Sachsenpokalfinals nach Döbeln. Der erste Sieg im Pokal war voller Emotionen und ein unbeschreibliches Gefühl.

Was sind deine Stärken auf dem Spielfeld, was zeichnet dich besonders aus?

Ich denke meine Treffsicherheit und wenn‘s mal nicht klappen sollte, gebe ich trotzdem nicht auf und kämpfe weiter. Glücklicherweise wurde ich bisher von größeren Verletzungen verschont und kann durch meine Erfahrung mittlerweile auch in hektischen Situationen die Ruhe bewahren.

In Aktion

In Aktion

In Aktion I

In Aktion I

Heute ist unsere Katharina mit einem kleinen Interview an der Reihe. Vielen sicher als Frohnatur auf der linken Außenbahn bekannt, kam sie in der bisherigen Saison auch im linken Rückraum zum Einsatz.

Hallo Katharina, du bist bereits seit vielen Jahren im Verein und hast schon zahlreiche Jugendmannschaften bei uns durchlaufen. Wie bist du damals zum Handball gekommen?

Ich war als Kind immer etwas stabiler gebaut und meine Mama wollte mich zum Sport motivieren. Da kam es gelegen, dass meine beste Freundin zur Ballschule ging und mich mitnahm.

Trotz deines noch jungen Alters bist du schon eine der dienstältesten Spielerinnen der aktuellen Frauenmannschaft. Bist du zufrieden mit deiner Entwicklung seit dem ersten Frauenspiel und wie schätzt du die Entwicklung der Mannschaft insgesamt ein?

Den ersten Satz übersehe ich mal gekonnt, die 30 steht noch nicht vor der Tür. Zurückblickend bin ich mit meiner Entwicklung recht zufrieden. Ich hatte nie den Küken-Status, war stets direkt eingebunden und konnte viel Spielerfahrung sammeln. Mich freut es jetzt auch, eine Perspektive im Rückraum zu bekommen. Die Entwicklung der Mannschaft schätze ich sehr positiv ein. Der Kader hat sich zwar sehr verändert aber wir haben es geschafft zu einem starken Team zu wachsen. Ich finde es toll, dass man sich die Meinung sagen kann und sich trotzdem lieb hat. Sportlich gesehen zeigt der Trend dementsprechend auch nach oben.

Was zeichnet dich auf dem Spielfeld besonders aus? Wo siehst du deine Stärken?

Meine Stärken sind auf jeden Fall das schnelle Spiel und eine stabile Abwehrleistung  . . . und mein Selbstbewusstsein für Zwei.

Welche Ziele hast du noch mit der Mannschaft?

  1. Einen der oberen Plätze in der Liga halten
  2. Malle
  3. Sekt aus dem Sachsenpokal zu trinken

In Aktion

In Aktion

In Aktion II

In Aktion II

Nachdem die Spielgestalter auf der Mittelposition vorgestellt wurden, ist nun unsere Heidi von der Halbposition an der Reihe.  Mehr über unseren Rückraumspielerin erfahrt ihr im Interview.

Hallo Heidi, wie und wann hast du deine ersten Berührungspunkte beim Handball gehabt?

Hallo! Ich habe erstmals in der 5. Klasse beim OHV Löbau Handballluft geschnuppert. Angefixt wurde ich von meiner handballbegeisterten Familie – meine beiden Cousins spielten damals schon jahrelang Handball, sodass es jedes Wochenende mit der gesamten Familie in die Halle nach Cunewalde ging. Da weibliche Jugendmannschaften in meiner Heimatregion jedoch rar gesät waren, habe ich erst nach einem mehrjährigen Abstecher zum Volleyball in der B-Jugend beim HVO Cunewalde / SV Obergurig das Handballspielen wieder aufgenommen. 

Was waren weitere Stationen bis zu deinem Wechsel 2018 zum VfB? Was hat dich damals bewogen, zu uns zu kommen?

Im Frauenbereich gelangte ich über Stationen beim SV Obergurig und Koweg Görlitz zum USV TU Dresden. Dort konnten wir in meiner ersten Spielsaison den direkten Wiederaufstieg in die Sachsenliga feiern. Drei Jahre und eine Schulterverletzung später hatte ich Lust auf eine Veränderung. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Mannschaft trainerlos und der Kader unklar. Im Gespräch mit unserer Leni, die ich damals schon über unseren gemeinsamen Freundeskreis kannte, wurde ich von ihr zum Training eingeladen. Das erste Training und die tolle Stimmung im Team machten mir schnell klar – hier würde ich mich wohlfühlen. Vor allem der starke Teamzusammenhalt überzeugte mich zum Wechsel. 

Im Moment läuft gerade die Handball-WM der Männer. Schaust du dir einige Spiele an und wie sehr freust du dich darauf wieder selbst in der Halle aktiv werden zu können?

Ich versuche so gut wie jedes Spiel zu schauen. Das ist eine schöne Ablenkung im aktuellen Corona-Alltag. Natürlich ersetzt dies nicht das Gefühl, wenn man selbst auf der Platte steht. Jedoch lässt es die Verbindung zum Sport nicht ganz so stark abreißen. Ansonsten freue ich mich natürlich bald wieder selbst sportlich aktiv sein zu können (abgesehen von den Laufeinheiten an der Elbe) und auch die Mannschaft wiederzusehen. Vor allem hätte ich aber mal wieder Lust auf eine Runde Erwärmungs-Fußball. 😉

Was zeichnet die Mannschaft besonders aus und was glaubst du, kann das Team noch erreichen?

Die Mannschaft besticht durch ihren tollen Zusammenhalt und gemeinsamen Siegeswillen. Das habe ich in dieser Stärke bislang in keinem anderen Team so erlebt. Dadurch konnten wir auch schon einige Spiele trotz manchmal dezimiertem Kader gewinnen. Des Weiteren gehen alle offen und ehrlich miteinander um. Man kann also sagen, wieso und weshalb der Schuh manchmal drückt und dies dann miteinander angehen. Daher denke ich, dass sich die Mannschaft, auch unter Einbezug der nachrückenden Jugend, noch sehr stark weiterentwickeln kann und damit auch ihre Position im oberen Bereich der Sachsenligatabelle langfristig festigen kann. Der erstmalige Sieg des Sachsenpokals wäre natürlich auch noch ein Träumchen.

In Aktion

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In Aktion II

In Aktion II

Nach dem Spiel

Nach dem Spiel

Hallo Annegret, du wirst sicher nur ungern an den 23. November 2019 zurückdenken. Im Spiel beim SV Plauen-Oberlosa hast du dir einen Kreuzbandriss zugezogen und es war dein vorerst letztes Spiel. Wie geht der Genesungsprozess voran und wann denkst du – sofern es das Pandemiegeschehen wieder erlaubt – dass du wieder voll einsteigen kannst?

Hallo! Ja, daran habe ich wirklich keine guten Erinnerungen. Nach der OP und der anschließenden Reha hat es schon eine Weile gedauert bis ich wieder einen Ball in der Hand hatte. Zu Beginn der aktuellen Saisonvorbereitung konnte ich dann auch wieder langsam in der Halle starten.
Aktuell bin ich sogar noch in der glücklichen Lage eine Reha-Nachsorge machen zu können und so stehe ich jetzt wöchentlich im Fitnessraum und kann mich dort fit halten.
Das erste Spiel für mich sollte eigentlich das Neujahrsspiel gegen Klotzsche werden. Natürlich um auch erstmal testen zu können, ob es unter Wettbewerbsbedingungen auch wieder läuft. Daher kann ich es eigentlich kaum erwarten bis es endlich wieder losgeht.

Du bist aber nicht nur als Spielerin beim VfB aktiv, sondern nimmst auch eine weitere Funktion ein. Erzähl etwas darüber.
 
Seit fast drei Jahren bin ich nun schon mit im Vorstand aktiv. Als ein Vorstandsmitglied aufhören wollte, musste natürlich geschaut werden wie die Aufgaben neu verteilt werden. Nadine Beck, Marlen Schmidt und ich teilen uns mittlerweile in den finanziellen Bereich rein und haben die Aufgaben unter uns aufgeteilt. Somit bin ich nicht nur auf dem Spielfeld sondern auch hinter den Kulissen für den Verein aktiv.

Seit dieser Saison spielt auch deine Schwester bei den Frauen in der Mannschaft. Wie hast du ihre Entwicklung in den Spielen bis zur Unterbrechung wahrgenommen und wie sehr freust du dich mit ihr bald gemeinsam auf dem Spielfeld zu stehen?
 
Ich freue mich schon riesig darauf. Bisher konnte ich mir die Spiele mit ihr nur anschauen und nicht selber aktiv dran teilnehmen. Gerade auf das erste gemeinsame Spiel bin ich gespannt. Die Entwicklung vom ersten Training bis zum ersten Spiel bzw. ersten Tor ist schon sehr aufregend und auch toll anzusehen, wie man sich als Team zusammenfügt und sie bestens aufgenommen wurde. Da freut man sich schon sehr!

Auf was freust du dich besonders wenn der Trainings- und Spielbetrieb wieder beginnen kann und welche sportlichen Ziele hast du für die nächsten Jahre?

Ich freue mich riesig auf die Mannschaft! Mir fehlen einfach der mannschaftliche Zusammenhalt und auch die ein oder andere Unternehmung zusammen. Durch meinen verletzungsbedingten Ausfall warte ich ja sowieso schon lange auf meinen ersten Einsatz und gemeinsam wieder auf dem Feld zu stehen und Handball zu spielen.
Als Ziel sehe ich, dass man sich natürlich sportlich weiterentwickelt, fit bleibt und nicht wieder von Verletzungen zurückgeworfen wird. Vielleicht bringt die “Auszeit” auch neue Impulse im Spielaufbau und -Abschluss mit sich, die man für sich persönlich aber auch für die Mannschaft nutzen kann.

In Aktion

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Verletzungsbedingte Pause

Verletzungsbedingte Pause

Nachdem bereits unsere zwei Torfrauen den Anfang gemacht haben, geht es nun mit der Position auf der Mitte im Rückraum weiter. Beginnen wir mit Julia, die uns die folgenden Fragen beantwortet hat:

 

 

Hallo Julia, du bist nun seit 2017 beim VfB. Wie sah deine handballerische Zeit zuvor aus und was hat dich bewogen, zu uns zu kommen.

Hallöchen, ich habe 2007 beim SV Koweg Görlitz angefangen mit Handball. Ich habe dann im Jahr 2017 eine Mannschaft gesucht, wo ich in einer höheren Liga spielen kann. Da wurde ich nach einem Spiel mit der Zweiten gegen Bischofswerda von ein paar Spielerinnen von dort gefragt, ob ich nicht mal zum Probetraining kommen möchte. Dann war ich einmal beim Training, die Mannschaft war mir sofort sympathisch und wurde von den Mädels sehr gut aufgenommen.

Früher warst du auch auf der Außenposition aktiv. In Bischofswerda hast du nun die Fäden auf der Mittelposition in der Hand und leitest das Spiel. Wie schnell bist du in die Rolle hineingewachsen und was macht für dich den Reiz an der Position aus?

In der Jugend habe ich schon auf der Mitte gespielt und es hat mir viel Spaß gemacht. Doch die Trainer danach wollten mich lieber auf die Außenposition stecken, was ich immer so schade fand…
Ich denke ich konnte schnell zeigen, was ich kann. Auf der Mitte habe ich nun das Sagen. Es macht mir Spaß, meine Mitspielerinnen von einem Platz auf einen anderen zu schicken.

Hast du ein Spiel, an welches du gerne zurückdenkst?

Ja auf jeden Fall: Und zwar unser letztes Spiel letzte Saison vor dem Lockdown… Das war das Spiel gegen Hoyerswerda. Wir haben alle zusammen so gekämpft um zu gewinnen, danach hat es sich angefühlt als hätten wir die Meisterschaft gewonnen.

Wie sehr sehnst du dich, wieder mit der Mannschaft trainieren zu können und wie sehr vermisst du die Spiele?

Ich vermisse beides sehr! Wir haben vor Weihnachten mal ein Videochat gemacht, damit wir uns alle mal wieder sehen. Aber das ist nicht das Gleiche. Und die Spiele vermisse ich noch viel mehr. Dieses Gefühl vor dem Spiel, wenn man aufgeregt ist. Die Zuschauer, die uns anfeuern und das Adrenalin, während des Spiels… das fehlt einfach! Ich hoffe es geht bald wieder los, sodass wir uns alle bald wieder sehen!

In Aktion

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Freude über den Sieg

Freude über den Sieg

Nachdem bereits Maika aus dem Tor der ersten Frauenmannschaft ein paar Fragen für uns beantwortet hat, folgt mit Marleen die zweite Torfrau im Bunde. Sie hat schon so einige Gegner in den letzten Jahren mit tollen Paraden zur Verzweiflung gebracht. Mehr könnt ihr in den folgenden Zeilen erfahren:

 

Hallo Marleen.
Seit nunmehr über zwei Monaten konnte kein Mannschaftstraining stattfinden und das letzte Spiel in Plauen ist schon fast drei Monate her. Wie ist es so ganz ohne Handball?

Hallo,
man merkt schon, dass einem der Sport und vor allem die Mannschaft fehlt. Auch wenn man versucht den Kontakt zu halten über Nachrichten oder Videotelefonie, ist es doch nicht dasselbe, wie drei oder viermal die Woche gemeinsam übers Parket zu fegen.
Im Dezember feuerte ich Zuhause vor dem Fernseher unsere Handball-Damen zur EM in Dänemark an und freue mich auch schon auf die Handball WM der Herren jetzt im Januar. Die Spiele der Profis steigern die Vorfreude auf die Zeit, wenn es auch für uns wieder losgeht.

 Nach dem überraschenden dritten Platz in der abgebrochenen Saison steht nach vier Spieltagen erneut ein dritter Platz zu Buche. Wie ist der Saisonstart aus deiner Sicht zu beurteilen?

Auch wenn der dritte Platz ein sehr gutes Saisonzwischenergebnis ist, machen die Niederlage gegen Weißenborn und das Unentschieden gegen Plauen den Tabellenplatz etwas trüb, denn in beiden Spielen war der Sieg zum Greifen nah. Die Konzentration ließ nach und die technischen Fehler häuften sich zum Ende der Spielzeit. Manchmal verfolgte uns auch das Wurfpech und das letzte bisschen Glück in diesen Spielen fehlte. Umso mehr feierten wir unsere Siege gegen Leipzig-Mockau und Dresden-Klotzsche und hatten dabei stets unseren Trainer Seb im Ohr „die ersten Spiele sind entscheidend in dieser Saison“. Je nachdem wie sich die nächsten Monate entwickeln, sollte er damit wohl Recht behalten.

Du bist zwischenzeitlich eine der „dienstältesten“ Spielerinnen bei den ersten Frauen. Wie hast du die Entwicklung der Mannschaft seit Beginn deiner Zeit beim VfB wahrgenommen?

In den vergangenen Jahren haben wir viele Siege gefeiert und sind an manchen Niederlagen gewachsen. Besonders ist mir das Spiel in Weißenborn aus der Saison 16/17 im Gedächtnis geblieben. Bis zum Schluss kämpften wir um den Sieg und fielen uns nach 60 Minuten Spielzeit und einem 24:26 für den VfB unter Tränen in die Arme (siehe Bild). Mit diesem Ergebnis war unser damaliger (mein erster) Aufstieg in die Sachsenliga besiegelt.
Oft war das Ziel entweder aufsteigen oder die Liga halten. Ersteres überwiegt freudiger Weise und letzteres war manchmal durch verletzungsbedingte Ausfälle nicht abzuwenden. Was mir besonders an dieser Mannschaft gefällt ist der Zusammenhalt, welcher über die letzten Jahre durch zahlreiche Spiele und unvergessliche Unternehmungen verstärkt wurde. Natürlich hat sich das Team über die letzten Jahre auch verändert aber mit Neuzugängen wurde nicht „gefremdelt“ und der Spaß am Handball mit dem gewissen Funken Ehrgeiz stand stets im Vordergrund. Aus Mannschaftskollegen sind Freunde geworden.

Was sind deine weiteren handballerischen Ziele, wenn der Trainings- und Spielbetrieb wieder fortgesetzt werden kann?

Ziel ist es, je nachdem wann es weiter geht, dass wir alle die Saison verletzungsfrei beenden, man die neuen Spielerinnen noch besser kennenlernen kann und natürlich den Platz drei in der Tabelle verteidigen.

Danke für die Fragen und ich freue mich auf die Zeiten, in denen wir wieder vor einer vollen Halle stehen und lauthals „VfB Olé Olé Olé“ singen können.

Sieg in Weißenborn

Sieg in Weißenborn

In Aktion

In Aktion

Die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist bekanntlich weiter nicht möglich. Auch unsere Frauenmannschaft versucht das Beste aus der Situation zu machen und hält sich wie viele andere Mannschaften auch mit Einzeltraining fit um bei der Fortführung der Saison wettkampffähig zu sein. Damit wir bis dahin die Zeit etwas überbrücken können, lernt ihr nach den Neuzugängen zu Saisonbeginn nun auch die weiteren Spielerinnen besser kennen und sie beantworten einige Fragen für euch. Beginnen wollen wir dabei mit den Torfrauen und den Start macht unsere Nummer 22, Maika Burkhardt.

 

Hallo Maika, Wie und wann bist du zum Handball gekommen?

Hallo,
das war mit 13 oder 14 Jahren beim HV SW Sohland, durch Freundinnen aus meiner Klasse. Die Mädels haben mich zum Training eingeladen und dann hat es mir so gut gefallen, dass ich dabeigeblieben bin. Kurz darauf sind wir mit der Schule bei Jugend trainiert für Olympia angetreten und es war niemand fürs Tor da, da ich die Handballunerfahrenste war, habe ich mich reingestellt und mich sofort wohlgefühlt. Vor dem Handball war ich beim Wintersport und habe Tennis gespielt, aber diese Einzeldisziplinen waren irgendwie nicht das Richtige für mich.

Du bist seit nunmehr vier Jahren im Tor beim VfB. Wie hast du diese Zeit aus handballerischer Sicht wahrgenommen.

4 Jahre schon? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!

Mir ist der Wechsel von Sohland nach Bischofswerda damals nicht leichtgefallen, aber die Mannschaft hat mich super aufgenommen und es hat mir von Anfang an sehr viel Spaß gemacht! Marleen hat mich damals gleich an die Hand genommen. Für mich war es ligatechnisch ein großer Sprung, vor dem ich anfangs sehr viel Respekt hatte.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich in diesen vier Jahren aus handballerischer Sicht weiterentwickeln konnte und bin rückblickend froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Nach wie vor bin ich jedoch vor jedem Spiel aufgeregt. Ich glaube, das werde ich niemals ablegen können.

Welches Spiel ist dir dabei besonders in Erinnerung geblieben.

Lustiger-weise ist das kein Spiel, bei dem ich im Tor gestanden habe, sondern auf dem Feld! Definitiv das Spiel gegen TU Dresden am 21.09.2019. Wir sind damals in Bischofswerda in den Bus gestiegen und haben erst einmal durchgezählt, ob wir überhaupt genügend Spielerinnen sind. Letztlich waren wir nur 5 Feldspielerinnen und 2 Torhüterinnen. Ich musste dann auf dem Feld mit aushelfen und habe mich oftmals sehr hilflos gefühlt. Wir lachen mit der Mannschaft jetzt noch über dieses Spiel. Schlussendlich haben wir 60 Minuten gekämpft und 2 Punkte geholt!

Der Spielbetrieb bleibt bis mindestens Anfang März ausgesetzt. Auch ist fraglich, ob in den nächsten Wochen wieder mit Trainingsbetrieb begonnen werden kann. Wie schnell glaubst du, könnt ihr den Trainingsrückstand aufholen, um zu alter Wettkampfstärke zurückzufinden?

Puh, das ist eine schwierige Frage. Auch wenn jeder Zuhause fleißig individuell trainiert, ist es eben doch nicht mit einem Training in der Halle zu vergleichen. Ich hoffe, dass wir zu mindestens mit einer guten Grundkondition wieder in den Trainingsbetrieb starten können, um uns auf Spielabläufe, Ballhandling, Würfe und spezifische Torhüterbewegungen konzentrieren können. Gemeinsam bekommen wir das sicher hin! Es stehen alle Mannschaften der Sachsenliga vor der gleichen Herausforderung.

Was fehlt dir in der handballfreien Zeit am meisten?

Das Team! Das gemeinsame Trainieren und Kämpfen, das Quatschen in den Trinkpausen und die tolle Stimmung nach einem gewonnenen Spiel.

In Aktion

In Aktion

In Aktion 2

In Aktion 2

Wir wünschen all unseren Handballfreunden, Sponsoren, Fans, unseren Trainern sowie den Aktiven und deren Eltern einen angenehmen und entspannten Jahreswechsel.
Über die Länge der Zeit ist wirklich eine Pandemiebedingt schwierige Situation für die meisten von uns entstanden. Für einen Teil unserer Sponsoren mit teils erheblichen Umsatzeinbußen verbunden und für unsere Trainer und Aktiven mit einem derart großen Trainingsausfall, dass wir vermutlich nach Abschluss des ganzen Zaubers leistungsmäßig wieder ganz, ganz weit “Unten” den Neustart planen können.
Wir können nur hoffen, dass sich das Pandemiegeschehen bis zum Sommer halbwegs stabilisiert, sodass wenigstens für die kommende Saison wieder ein halbwegs normaler Trainings- und Wettkampfbetrieb möglich sein wird.
Danken möchten wir allen, die trotz aller widrigen Umstände unseren Verein weiterhin unterstützt und somit zumindest ein Fundament, eine Basis für den Neustart ermöglicht haben.
Der Vorstand

Tschüss Corona

Tschüss Corona

SPIELBETRIEB IN SACHSEN BLEIBT BIS ENDE FEBRUAR AUSGESETZT

Liebe Vereinsvertreter, liebe Schiedsrichter,

die Durchführungsbestimmungen (DfB) des HVS für den Spielbetrieb auf Verbandsebene für die Saison 2020/21 sehen in Punkt 2.01 die Möglichkeit vor, dass die Technische Kommission des HVS (TK) dem Präsidium des HVS die zeitweise Aussetzung/Unterbrechung der laufenden Saison vorschlagen kann.

Über diesen Vorschlag hat das Präsidium in seiner Beratung am 09.12.20 befunden. Es wurde beschlossen, den Spielbetrieb auf Verbandsebene (Erwachsene/Nachwuchs/Pokal) bis zum 28.02.2021 auszusetzen/zu unterbrechen.

Der Wiedereinstieg in den Spielbetrieb wird fürs Erste für Mitte/Ende März geplant. Die Rahmenspielpläne werden entsprechend angepasst und noch veröffentlicht. Dabei bleibt es das Ziel, die Pokalsieger im HVS-Landskron-Pokal auszuspielen, sowie eine Wertung der Saison in den Sachsen-/Verbandsligen (Erwachsene und Nachwuchs) zu erreichen. Für diese Wertung hat jede Mannschaft in ihrer Liga zumindest einmal gegen die übrigen Gegner gespielt zu haben.

Mit dieser langfristigen Regelung soll allen am Spielbetrieb beteiligten Personengruppen (Vereine mit ihren Spielern und Trainern sowie Kampfgerichten, Schiedsrichter und Schiedsrichterbeobachter, etc.) eine gewisse Planungssicherheit ermöglicht werden.

Was den Spielbetrieb in den Spielkreisen und Spielbezirken angeht, empfiehlt das Präsidium diesen Spielebenen den Spielbetrieb ebenfalls bis zum 28.02.2021 auszusetzen/zu unterbrechen.

Wir wünschen Allen eine weiterhin frohe Adventszeit. Bleibt gesund!

gez. Andrea Rudloff

VP Spieltechnik HVS

Gewonnen ist Gewonnen . . .

Am 4. Spieltag der Saison machte sich die 2. Frauenmannschaft auf den Weg nach Bad Muskau. Die lange Anfahrtsstrecke sollte sich natürlich lohnen und zu gern wollte man auch an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen. Jedoch war der Ausflug in der Vergangenheit nie wirklich von Erfolg gekrönt- die Erinnerungen an Rote Karten, einfallslosen Angriffen und bitteren Niederlagen wurden auf dieser Strecke geweckt. Aber neben dem Ziel der 2 Punkte wollte man diese auch umso mehr, da die mitgereiste Diana heute auch noch Geburtstag hatte und die Mannschaft dennoch unterstütze!
Pünktlich 16:30 Uhr ertönte der Start-Pfiff und zähe 60 Minuten standen den beiden Mannschaften und Zuschauern bevor. Erst kurz vor Ende der 3. Spielminute konnte der VfB den ersten Treffer der Begegnung erzielen. Kurz danach konnten die Gastgeber aufschließen und übernahmen kurze Zeit später die Führung. Es dauerte bis zur 20. Spielminute bis der VfB auf ein Unentschieden heran kam. Wohlbemerkt stand es dann 5:5! Und so versuchten beiden Mannschaften, die auf beiden Seiten gut stehende Deckung zu durchbrechen, wobei sich niemand absetzen konnte. Bischofswerda versuchte durch viel Bewegung im Angriff die Lücken zu finden, wurde aber spätestens an der 6-Meter-Linie fest gemacht. Entsprechend erhitzt waren auch die Gemüter auf der VfB-Bank! Zu emotional für die Schiedsrichter, welche auch die beiden Trainer noch kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit mit einer gelben Karte und Zeitstrafe maßregelten. Mit einer knappen Führung von 9:10 des Gastgebers ertönte der Pausenpfiff.
Ansehnlich war das bisherige Spiel noch nicht, aber auch noch nicht verloren! Die Halbzeit nutzten die VfB Damen um Kraft zu tanken und die ein oder andere taktische Abstimmung mit dem Nebenspieler zu treffen. Punkte gibt es an diesem Tag nur über das Kämpferherz, das wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt jedem bewusst.
In die zweite Hälfte startete der Gegner besser und konnte damit in den ersten 6 Minuten ganze 4 Tore erzielen und sich auf 14:11 „absetzen“, was aber zu diesem Zeitpunkt noch lange nichts hieß. In dieser Phase profitierte Bad Muskau vor allem von den Abspielfehlern durch den VfB aufgrund des Harzverbotes. So konnten die Gastgeber das ein oder andere Kontertor erzielen – diese gelangen den Schiebocker Damen heute leider überhaupt nicht.
Bei einer Auszeit, genommen durch Bad Muskau, führte man sich das Tagesziel noch einmal vor Augen und mobilisierte die letzten Kräfte. Angriff um Angriff wurde geackert und teilweise vergeblich die Lücken gesucht. Dafür stand die Abwehr noch ein bisschen besser, sodass die Gegentore über das Positionsspiel vermieden werden konnten. So konnte man sich 10 Minuten vor Schluss wieder auf ein Unentschieden heran kämpfen. Ganze 5 Minuten inklusive Auszeit sahen die Zuschauer nun gar kein Tor mehr. Auf beiden Seiten stand man kompakt in der Abwehr und kam im Gegenzug zu keiner echten Torchance. Bad Muskau legte noch einmal auf 15:14 vor, was aber schnell wieder ausgeglichen werden konnte. Knapp 3 Minuten vor Schluss konnten die Schiebocker Damen dann tatsächlich in Führung gehen – das letzte Tor in diesem Duell. Kurz danach kassierten die Gegner nun noch eine Zeitstrafe, die am Ende eventuell das Zünglein an der Waage war.
Kein Gegentor war das Motto der letzten 150 Sekunden und dies konnte durch die konsequente und gute Zusammenarbeit gehalten werden. Was für ein Kampf!
Am Ende trennte man sich mit einem 15:16, für das eindeutig die auf beiden Seiten gute Abwehr verantwortlich war.
Kaputt und um einige Nerven ärmer, aber dafür umso glücklicher machte man sich wieder auf den Nachhauseweg und damit in eine 3-wöchige Spielpause.
Trainingspotential, speziell im Angriff, ist für die Zwischenzeit ausreichend vorhanden, aber an dem mannschaftlichen Kampfgeist lässt sich in jedem Fall anknüpfen.

Sieg gegen Bad Muskau

Sieg gegen Bad Muskau