HBC Wittenberg – VfB 1999 Bischofswerda 29:30 (15:13)
Zum letzten Saisonspiel der Regionalliga Mitteldeutschland reiste die Mannschaft gemeinsam mit großem Anhang nach Sachsen-Anhalt in die Lutherstadt Wittenberg. Auch wenn das Hinspiel mit 43:24 sehr deutlich gewonnen werden konnte, war man auf einen anderen Spielverlauf vorbereitet. Zum einen hatten die Wittenbergerinnen beim Hinspiel bereits am Vortag ein Spiel, zum anderen mussten sie auf eine ihrer besten Werferinnen an dem Tag verzichten. Die Bischofswerdaerinnen wollten aber aus ihrer Sicht alles daran setzen, mit einem Sieg die Saison zu beenden und damit die Chancen auf den Vizemeistertitel aufrechtzuerhalten.
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches und ausgeglichenes Spiel. Bis zur 12. Spielminute fanden die Abwehrreihen nur wenig Zugriff auf das gegnerische Angriffsspiel. Beide Mannschaften konnten bis dahin bereits acht Tore erzielen. In der Folgezeit konnten die Abwehrspielerinnen zwar kompakter verteidigen und es den, mit viel Angriffsschwung agierenden Wittenbergerinnen, schwerer machen, zum Torerfolg zu kommen. Im eigenen Angriff fehlte jedoch die Bereitschaft in die Tiefe zu gehen und neben zahlreichen technischen Fehlern wurden auch zahlreiche Torgelegenheiten ungenutzt gelassen. Somit konnten sich die Gastgeberinnen bis auf 14:10 absetzen. Nun ging aber ein kleiner Ruck durch die Mannschaft des VfB. In der Abwehr wurde nun wieder mit viel Laufbereitschaft und Willen verteidigt und die daraus resultierenden Ballgewinne konnten auch endlich in Tore umgemünzt werden. Nach dem 14:13 Anschlusstreffer war man wieder im Spiel, musste jedoch kurz vor der Pausensirene das 15. Gegentor hinnehmen.
In der Halbzeitpause wurden die zahlreichen technischen Fehler angesprochen und mehr Ruhe beim Torabschluss gefordert. Zudem wurde eine taktische Änderung für den Angriff vorgenommen, durch welche die Wittenberger Defensive vor neue Aufgaben gestellt werden sollte. Bis zum 20:18 konnte der HBC den Vorsprung noch behaupten, in Spielminute 37, beim 20:20, waren die VfB-Mädels wieder im Spiel. Die Mannschaft aus Bischofswerda kämpfte dabei verbissen um jedes Tor. Da aber auch die Wittenbergerinnen an ihre Chance glaubten, blieb das Spiel spannend und umkämpft. Nach dem 26:25 für die Heimmannschaft, gelang den Gästen dann ein 3:0-Lauf zum 26:28. Eine letzte Auszeit des HBC, zwei Spielminuten vor Ende, sollte den Gastgeberinnen wenigstens noch einen Punkt sichern. Doch jeder Anschlusstreffer wurde zunächst mit einem Tor der Schiebockerinnen beantwortet. Die HBC-Mannschaft gab sich jedoch weiterhin nicht auf und kämpfte, wie das VfB-Team, um jeden Treffer. Beim 29:30 waren sie erneut in Schlagdistanz und hatten mit der Schlusssirene sogar noch die Chance auf den Ausgleich. Der Wurf landete jedoch nur am Innenpfosten und der Sieg im letzten Saisonspiel gehörte dem VfB. Damit beendet die Mannschaft die Saison auf einem starken zweiten Tabellenplatz und sichert sich somit die Vizemeisterschaft in ihrer ersten Regionalligasaison des Mitteldeutschen Handballverbandes. (shar)
„Wie sich die Mannschaft heute gegen die Niederlage gestemmt und aufopferungsvoll gekämpft hat, macht mich wahnsinnig stolz. Die Mädels haben gezeigt, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Auch wenn wir sehr nervös agiert haben, konnten wir am Ende die technischen Fehler mit unbändigem Willen ausgleichen und hatten mit dem letzten Wurf dieses Mal das Glück auf unserer Seite. Die Mannschaft kann wahnsinnig stolz über die gezeigten Leistungen in der Saison sein und darf sich zurecht über den zweiten Platz freuen. Sie hat gezeigt, dass sie nicht nur tollen Handball spielen kann, sondern auch kämpferisch ein hohes Niveau aufweisen kann. Einziger Wermutstropfen an dem Spiel ist die Verletzung von Caya. Ihr alles Gute und eine schnelle Genesung. Zudem gilt den mitgereisten Fans ein großes Kompliment, für die tolle Unterstützung auszusprechen. In der gesamten Saison standen sie uns treu zur Seite und sorgten stets für tolle Stimmung in den Hallen,“ äußerte sich Trainer Sebastian Hartmann zum Spiel seiner Mannschaft.
Es waren erfolgreich: Maya, Luci, Amelie, Caya, Helene, Larissa, Frigga, Leni, Martha, Jette, Tessa, Leni, Finja.














Bilder (c) Freya Boden, Olaf Gabler




