VfB 1999 Bischofswerda – SV Union Halle-Neustadt 30:30 (16:13)
Zum letzten Heimspiel der Regionalliga war der Tabellenführer aus Halle-Neustadt zu Gast in Bischofswerda. Mit einem Sieg gegen den Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt hätten die Schiebockerinnen weiterhin alle Trümpfe für die Meisterschaft in eigener Hand gehabt. Nachdem im Hinspiel nur wenige Sekunden für einen Punktgewinn fehlten, waren es erneut nur wenige Sekunden, um den Ballgewinn kurz vor Spielende noch in einen Torgewinn und den damit einhergehenden Sieg umzumünzen. Auch wenn es somit nur für den Punktgewinn reichte, war das Spiel, begleitet von einem phantastischen und lautstarken Publikum, an Spannung und an Dramatik kaum zu überbieten.
Die ersten zehn Spielminuten verliefen zunächst sehr ausgeglichen. In der Abwehr wurde gut gearbeitet und der Gegner zu Fehlern gezwungen. Im Angriff konnte dies jedoch noch nicht zum Vorteil genutzt werden, da die eigene Chancenverwertung noch ausbaufähig war. In der Folgezeit waren die Abschlüsse konzentrierter, wodurch die Bischofswerdaerinnen mit 6:4, in der 13. Spielminute, in Führung gehen konnten. Diese konnte zunächst durch ein sehenswertes Angriffsspiel behauptet und beim 12:9 nach 20 Spielminuten auf drei Tore ausgebaut werden. Danach unterliefen jedoch einfache Fehler im Angriffsspiel und in der Abwehr agierte man zu passiv. Beim 12:11 waren die Gäste wieder auf Tuchfühlung, was die VfB-Mädels allerdings zum Anlass nahmen, wieder einen Gang zuzulegen. Bis zum Pausenpfiff konnte so erneut eine Drei-Tore-Führung, beim Spielstand von 16:13, erzielt werden. In der Kabine wurde zunächst die gute Leistung im Abwehrverbund gelobt. Diese führte zum Vorsprung und sollte mit dem gleichen Kampfeswillen und Engagement fortgesetzt werden. Zudem wurden die ersten Angriffshandlungen für Halbzeit zwei vorgegeben.
Die zweite Halbzeit verlief dann auch gleich nach dem Geschmack des VfB und der zahlreichen Anhänger. Binnen kurzer Zeit wurde die Führung auf 18:13 ausgebaut. Von dieser deutlichen Führung offenbar geblendet, wurde nun im Angriff mit immer weniger Druck und Durchsetzungsvermögen gespielt. Zudem fand man in der Abwehr kaum Zugriff auf die gegnerischen Angreiferinnen. Der Vorsprung wurde schnell geringer und spätestens beim 21:20, in Spielminute 32, war das Spiel wieder völlig offen. Von der Aufholjagd des Tabellenführers zeigten sich die Schiebockerinnen beeindruckt und spielten insbesondere in der Abwehr sehr fehlerbehaftet. Bis zum 25:25 verlief das Spiel ausgeglichen, dann konnten die Gäste mit einem 3:0-Lauf mit 25:28 in Führung gehen. Nun zeigten aber auch die VfB-Mädels, dass sie kämpfen können. Tor um Tor konnte wieder aufgeholt werden und nachdem der Ausgleich zum 29:29 erzielt werden konnte, gelang sogar die erneute Führung zum 30:29. Die Mannschaft aus Halle-Neustadt konnte nun ebenfalls ihren 30. Treffer bejubeln und es ging in die letzte Spielminute. Leider fand der Ball nicht mehr den Weg ins Tor der Gäste und der Ballgewinn im letzten Angriff von den Hallenserinnen erfolgte unmittelbar vor der Schlusssirene, so dass die Zeit für einen Abschluss nicht mehr reichte. Damit endete ein spannendes und von einer tollen Atmosphäre getragenes Spiel unentschieden. Dadurch können die VfB-Mädels mit einem Sieg im abschließenden Spiel in Wittenberg „nur“ noch den zweiten Tabellenrang erreichen. Der dritte Platz wurde bereits vor zwei Spieltagen gesichert. (shar)
„Zunächst gilt ein großer Dank den zahlreichen Zuschauern für die tolle Unterstützung. Leider hat es am Ende nicht für den erhofften Erfolg gereicht. Im Nachgang hätten wir im Spiel sicher einige Dinge anders lösen können. Das nehme ich klar auf meine Kappe. Ich hoffe, dass wir nun am kommenden Wochenende nochmal alle Kräfte mobilisieren und uns mit der Vizemeisterschaft belohnen können“, äußerte sich Trainer Sebastian Hartmann selbstkritisch zum Spiel. Zum letzten Saisonspiel geht es zum HBC Wittenberg, welche vor dem letzten Spieltag den sechsten Tabellenrang belegen. Dabei reist die Mannschaft mit ihren Anhängern mit einem Reisebus der Firma Beck Reisen aus Bischofswerda nach Sachsen-Anhalt.
Es erkämpften sich einen Punkt: Maya, Luci, Amelie, Caya, Helene, Larissa, Frigga, Melina-Jolie, Leni M., Martha, Jette, Tessa, Leni B., Finja










Bilder (c) Freya Boden, Olaf Gabler




