Vor drei Wochen verpassten unsere Mädels der weiblichen C-Jugend im ersten Anlauf die direkte Qualifikation für die Regionalliga Sachsen. Bei dem Turnier in Dresden konnte man in neuer Zusammensetzung jedoch Spielpraxis und Erfahrung sammeln – der zweite Platz hinter Gruppensieger Hoyerswerda (die damit direkt qualifiziert waren) berechtigte jedoch für die Teilnahme an der zweiten Qualifikationsrunde. Und immerhin nahm man aus dem Turnier schon mal 2 Punkte mit in Runde zwei – das sollte noch sehr wichtig werden.
Diese Runde 2 fand nun zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt am 30.05. in Markranstädt statt. An einem sonnigen Samstag fehlten sowohl Stammspielerinnen als auch der etatmäßige Trainer Tom Pistorius. Trotzdem fuhr die Mannschaft mit dem klaren Ziel nach Nordostsachsen: sich mit Platz 1 oder 2 in dem Turnier von 6 Mannschaften „auf den letzten Drücker“ doch noch zu qualifizieren.
Und so startete man also kurz vor Mittag mit einiger Verspätung gegen die Mannschaft der SpG Zschorlau/Schneeberg die „Mission Landesliga“. Anfangs taten sich beide Mannschaften schwer, Fehler in Aufbau und Abwehr sowie die noch nicht perfekte Abstimmung in den Mannschaftsteilen verhinderten einen ansehnlichen Spielfluss. Bis zum Stand von 4:4 nach 10 Minuten konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Die folgenden 2 Tore der Mädels aus dem Erzgebirge veranlassten Interimstrainer Sebastian Hartmann zur ersten Auszeit. In dieser wurden die richtigen Zuordnungen in der Abwehr und einige Abläufe im Angriffsverhalten nochmals ruhig angesprochen. Diese Anpassungen zeigten Wirkung und so konnten die jungen Schiebockerinnen im weiteren Spielverlauf druckvoller und zielstrebiger agieren. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte man sich einen am Ende deutlichen 14:8 Erfolg und konnte einen Sieg auch für das Selbstbewusstsein verbuchen.
In einer längeren Pause bis zum zweiten Spiel wurden vom Trainer nochmals Spielzüge und Abwehraktionen angesprochen. In Spiel 2 stand das Duell mit den Gastgeberinnen an und diese standen mit einer lautstarken Halle 4:2 Punkten im Rücken aussichtsreich im Rennen – durften das Duell aus ihrer Sicht aber auch nicht verlieren. Und so entwickelte sich von Beginn an ein enges Spiel zweier Mannschaften, denen man ihr Ziel Landesliga deutlich anmerkte. Erneut übernahmen Spielerinnen aus dem „alten“ Jahrgang der C-Jugend Verantwortung und konnten mit der Erfahrung aus der vergangenen Saison Landesliga und MHV-Pokal das Spiel lange ausgeglichen gestalten. Erst im letzten Drittel des Spieles konnten sich die VfB-Mädels ein wenig absetzen und brachten den Vorsprung mit Leidenschaft, Entschlossenheit und einer engagierten Mannschaftsleitung über die Zeit. Der 13:10-Sieg war aufgrund der weiteren Ergebnisse anderer Mannschaften ein echter Meilenstein und enorm wertvoll.
Denn bereits im direkt darauffolgenden Spiel zwischen Zschorlau/Schneeberg und Weißenborn machte ein Sieg der Mädels aus der Silberstadt perfekt, was zu diesem Zeitpunkt kaum ein Beobachter erwartet hatte: den Mädels des VfB war bereits jetzt Platz 2 im Turnier nicht mehr zu nehmen und die Qualifikation somit sicher!
Also ist der Rest schnell erzählt: eine deutliche Niederlage gegen den späteren Turniersieger Heidenau und ein überzeugender Sieg gegen die Mädels aus Weißenborn sorgten für Spielzeiten aller unserer Mädels und ein letztlich großartiges Ergebnis eines anstrengenden und langen Tages. Dieser zweite Platz war das Resultat von viel Willen, Überzeugung und Leidenschaft – eben: Ein Team, ein Ziel! Das erfolgreiche Team waren an diesem Tag Emiliy und Thea im Tor, Louisa (mit 15 Treffern Torschützenkönigin im Turnier!), Sophie (5), Lisbeth (6), Emma (3), Louise (1), Aurélie, Anna (7), Ella (8), Jule (4) und Leo (6) – sowie als Trainer Sebastian Hartmann.
Wir wünschen den Mädels eine erfolgreiche Reise durch die Landesliga in der kommenden Saison. (mdör)





