Jede Menge Lehrgeld zum Saisonauftakt
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Frankfurter HC – VfB 1999 Bischofswerda 39:11 (21:2)

Am Samstagvormittag machte sich die Mannschaft des VfB 1999 Bischofswerda auf den Weg zu ihrem ersten Bundesligaspiel. Ziel der Reise war Frankfurt (Oder), wo mit dem Frankfurter HC gleich zum Saisonauftakt ein anspruchsvoller Gegner wartete.

Bereits in der Vorbereitung auf die Partie erreichte die Mannschaft eine weitere Hiobsbotschaft: Die Verletzung von Maila-Elin Ach stellte sich als schwerwiegender heraus als zunächst erhofft. Damit steht bereits die dritte Spielerin längerfristig nicht zur Verfügung. Wir wünschen Maila-Elin für ihre Genesung alles Gute und einen optimalen Heilungsverlauf. Zudem musste sich auch Martha Huhnstock zum Ende der Woche für den Saisonauftakt abmelden. Eine endgültige Diagnose steht hier noch aus.

Trotz der personellen Rückschläge war die Marschroute klar: von Beginn an mutig auftreten, Vertrauen in die eigenen Aktionen haben und um jeden Ball kämpfen.

Um 14:00 Uhr erfolgte der Anpfiff durch das gut leitende Schiedsrichtergespann aus Brandenburg. Nach dem ersten Ballgewinn war es nach 1:04 Minuten Annika Frohloff, die mit dem ersten Bundesligator in der Geschichte des VfB für die frühe 1:0-Führung sorgte.

Dass diese Führung gegen den starken Gastgeber nicht lange Bestand haben würde, war sicherlich keine Überraschung. Dass bis zur Halbzeit allerdings nur noch ein weiteres Tor auf das VfB-Konto kommen sollte, war so nicht zu erwarten.

Im Angriff gelang es zunächst nur selten, ausreichend Druck auf die Frankfurter Abwehr auszuüben und dadurch Räume für die Mitspielerinnen zu schaffen. Wenn dies doch gelang, folgte die nächste Aktion häufig zu spät oder wurde durch einen technischen Fehler beendet. Nach dem Ausgleich in der vierten Spielminute setzte sich der Gastgeber zunächst auf 7:1 ab.

Auch eine Auszeit in der zwölften Spielminute brachte zunächst nicht den erhofften Angriffsschwung. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde fasste sich Mira Hartung ein Herz und erzielte den zweiten VfB-Treffer zum 10:2. In der Folge häuften sich jedoch die technischen Fehler, die die Frankfurterinnen konsequent zu eigenen Toren nutzten.

Mit einem 21:2 ging es schließlich in die Halbzeitpause.

In der Kabine forderte Trainer Sebastian Hartmann seine Mannschaft vor allem dazu auf, mehr Vertrauen in das eigene Können zu zeigen und Verantwortung für die eigenen Aktionen zu übernehmen. Zu oft wurde der Ball an die Mitspielerin weitergegeben, anstatt selbst die Initiative zu ergreifen. Damit wurde es der gut arbeitenden Deckung des Gastgebers zu leicht gemacht.

Die zweite Halbzeit begann dann ähnlich wie der erste Spielabschnitt: Annika Frohloff erzielte den ersten VfB-Treffer. Auch die Treffer zum 4: und 5: Tor des VfB gingen auf ihr Konto. Nach 40 Spielminuten stand es 27:5.

Nun agierten die Bischofswerdaerinnen im Angriff druckvoller und trauten sich zunehmend mehr zu. Bis zur 45. Spielminute konnten Leni Meißner und Mira Hartung zwei weitere Treffer erzielen und auf 31:7 verkürzen. Zwar fehlte weiterhin die letzte Konsequenz im Passspiel und beim Torabschluss, doch immer wieder waren nun gute Ansätze und entschlossene Aktionen zu sehen.

Bis zum Endstand von 39:11 konnten sich neben Annika Frohloff und Mira Hartung auch Colleen Kieschnick mit einem entschlossenen Durchbruch in die Torschützenliste eintragen.

Am Ende steht eine deutliche Auftaktniederlage gegen einen Frankfurter HC, der insbesondere mit einer kompakten Abwehr und einem dynamischen Angriffsspiel überzeugte. Für die VfB-Mädels gilt es nun, die Erfahrungen aus diesem ersten Bundesligaspiel mitzunehmen, weiter an den eigenen Stärken zu arbeiten und vor allem mehr Vertrauen in das eigene Spiel zu entwickeln.

Denn trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte die zweite Halbzeit, dass sich die Mannschaft auch in schwierigen Situationen nicht aufgegeben hat. Genau daran gilt es anzuknüpfen.

„Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. In der Rückwärtsbewegung konnten wir überzeugen, fanden aber gegen die druckvollen Angriffsaktionen der Gastgeber nur selten ein Mittel. Im Angriffsspiel waren wir über die gesamte Spielzeit zu harmlos. Nur selten konnten wir uns durchsetzen und die Fehleranzahl war zu hoch. Dennoch nehmen wir einige positive Aktionen mit nach Hause und wollen auf diesen nächste Woche aufbauen“, resümierte Trainer Sebastian Hartmann nach dem Spiel.

Bereits am Samstag um 14:00 Uhr wartet im Wesenitzsportpark die nächste große Herausforderung. Mit dem HC Leipzig gastiert einer der Staffelfavoriten beim VfB. Dann gilt es, mit mehr Selbstvertrauen aufzutreten, mutiger in die eigenen Aktionen zu gehen und die Messestädterinnen deutlich mehr zu fordern als noch der Frankfurter HC.

Für den VfB kämpften: Maya John, Jolanthe Valtin; Linda Hartmann, Amelie Piechaczek, Frigga Boden, Louisa Richter, Leni Meißner (1), Jette Eisold, Colleen Kieschnick (1), Annika Frohloff (6/2), Mira Hartung (3), Elina Friedrich

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