Auftakt in der Jugendbundesliga
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Am Samstag beginnt für die weibliche Jugend B des VfB 1999 Bischofswerda ein neues und zugleich herausforderndes Kapitel der Vereinsgeschichte. Am 17. Mai 2026 wurde Gewissheit: Der VfB 1999 Bischofswerda wird in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Spielklasse der weiblichen Jugend B vertreten sein.

Seit diesem besonderen Moment hat sich das Gesicht der Mannschaft allerdings verändert. Larissa Klose und Helene Lieschke setzen ihre sportliche Entwicklung an der Sportschule in Leipzig und beim dort ansässigen HC Leipzig fort. Zudem mussten Caya Weger im letzten Punktspiel und Melina-Jolie Lalurny während der Qualifikation schwere Verletzungen hinnehmen. Beide arbeiten bereits intensiv an ihrem Comeback. Wir wünschen Caya und Melina-Jolie einen optimalen Heilungsverlauf und vor allem die notwendige Geduld. Es wäre beiden Spielerinnen zu wünschen, dass sie in der kommenden Saison wieder auf dem Handballfeld stehen können.

Verstärkung für das Abenteuer Bundesliga mit Zweitspielrecht

Neben den Abgängen und verletzungsbedingten Ausfällen gibt es aber auch zahlreiche positive Veränderungen. Mit Elina Friedrich, Annika Frohloff und Jolanthe Valtin werden uns gleich drei Spielerinnen des Görlitzer HC verstärken. Vom SC Hoyerswerda kommen Colleen Kieschnick und Amelie Piechaczek, vom MSV Dresden stößt Mira Hartung zu uns und vom HV Chemnitz wird Maila-Elin Ach künftig auch das Bischofswerdaer Trikot tragen.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Vereinen für das entgegengebrachte Vertrauen und die unkomplizierte Unterstützung. Wir wissen sehr zu schätzen, dass dies keineswegs selbstverständlich ist.

Die Trauben hängen höher

Mit dem Aufstieg in die Jugendbundesliga wartet nun allerdings eine ganz neue sportliche Herausforderung. Auch wenn zahlreiche Spielerinnen bereits Sachsenmeistertitel der vergangenen Jahre vorweisen können, zeigte sich zuletzt beim Sauerland-Cup, welches Niveau in der Bundesliga zu erwarten ist.

Kompaktere Deckungsreihen, ein deutlich höheres Spieltempo, konsequenteres Zweikampfverhalten und eine ausgeprägte individuelle Klasse der Gegnerinnen werden uns das Leben schwer machen. Dessen sind wir uns bewusst.

Trotzdem wollen wir diesen wichtigen Schritt in der Vereinsgeschichte und in der Entwicklung unserer Spielerinnen mutig angehen. Rückschläge sind eingeplant – ebenso wie zahlreiche positive Momente, aus denen die Spielerinnen lernen und an denen sie wachsen können.

Erfolge werden dabei nicht ausschließlich am Ergebnis gemessen werden. Vielmehr geht es darum, sich auf diesem Niveau weiterzuentwickeln, Erfahrungen zu sammeln und als Mannschaft Schritt für Schritt besser zu werden.

Besonders positiv stimmt bereits jetzt der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Die gemeinsamen Trainingseinheiten, das Trainingslager in Stralsund sowie die Turniere in Peine und beim Sauerland-Cup haben dazu beigetragen, dass die neu formierte Mannschaft immer weiter zusammenwächst.

Zum Auftakt nach Frankfurt/Oder

Zum Start in das Abenteuer Jugendbundesliga geht es am Samstag nach Frankfurt/Oder. Der Frankfurter HC setzte sich in der Qualifikation gegen den HSV Grimmen und Narva Berlin durch.

Bereits in der vergangenen Saison zeigte die Mannschaft ihre Qualität und belegte in der Pokalrunde der Jugendbundesliga mit 15:13 Punkten den vierten Platz, hinter dem Berliner TSC, der SG Hamburg-Nord und dem HSV Grimmen 1992.

Die Mannschaft des Frankfurter HC wird traditionell maßgeblich von Spielerinnen der Landesauswahl Brandenburg geprägt. So könnte man die Begegnung am Samstag durchaus auch mit einem Augenzwinkern als „Brandenburg gegen Bischofswerda“ bezeichnen.

Die Spielerinnen der Sportschule Frankfurt/Oder sind sowohl athletisch als auch technisch hervorragend ausgebildet. Der VfB 1999 Bischofswerda gehört dagegen zu den wenigen Mannschaften im Wettbewerb, die keiner Sportschule angehören. Allein deshalb ist die Teilnahme an der Jugendbundesliga bereits ein beachtlicher Erfolg.

Ein besonderer Moment für den VfB

Mit dem Start in die Saison schreibt der VfB 1999 Bischofswerda Vereinsgeschichte. Als vierter sächsischer Verein nimmt die weibliche Jugend B an der Jugendbundesliga teil. In der aktuellen Saison ist mit dem HC Leipzig nur noch ein weiterer sächsischer Vertreter dabei. Die Leipzigerinnen werden bereits in der kommenden Woche im Wesenitzsportpark zu Gast sein – und gehören zu den großen Favoriten der Staffel 3.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration dem ersten Spiel in Frankfurt/Oder.

Um den favorisierten Gastgeber vor Probleme zu stellen, wird es neben einer intensiven Abwehrarbeit, permanenter Laufbereitschaft und höchster Konzentration vor allem eines brauchen: Mut, Willensstärke und die Bereitschaft, auch im Angriff konsequent ins Risiko zu gehen.

Die Bischofswerdaerinnen haben sich ihren Platz in der Jugendbundesliga erarbeitet. Nun beginnt das Abenteuer.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft vor dem ersten Spiel: Wir haben nichts zu verlieren – aber jede Menge zu gewinnen. (shar)

Jugendbundesliga weiblichen Jugend B, Samstag 12. September 2026 14:00 Uhr, Brandenburg-Halle Frankfurt Oder, Frankfurter HC – VfB 1999 Bischofswerda

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