HC Rödertal – VfB 1999 Bischofswerda 30:33 (17:18)
Am Tage vor dem vierten Advent stand für die Mannschaft der weiblichen Jugend B das letzte Spiel des Jahres, zugleich Rückrundenauftakt, beim HC Rödertal in Großröhrsdorf auf dem Programm. Aufgrund der Spielabsage des HBC Wittenberg vergangene Woche, hatten die VfB-Mädels seit Ende November kein Spiel mehr zu absolvieren. In dem Spiel gegen Halle mussten sie eine 32:33-Niederlage hinnehmen und gingen nun mit 10:4 Punkten als Drittplatzierter in das Derby. Der HC Rödertal konnte nach dem deutlichen 39:20-Erfolg gegen die, bis dato an der Tabellenspitze stehende Mannschaft aus Halle, selbst die Tabellenführung mit 14:2 Punkten übernehmen. Die zahlreichen Zuschauer in der Großröhrsdorfer Sporthalle konnten sich somit auf ein Spitzenspiel, Erster gegen Dritter, einstellen. Bereits unter der Woche, aber auch direkt vor dem Spiel, nahm Trainer Sebastian Hartmann den Druck von seiner Mannschaft. Entscheidend war, unabhängig vom Ergebnis, eine ansprechende Mannschaftsleistung abzurufen. Nicht eine Einzelne sei für den Ausgang entscheidend, sondern das Team.
Der Beginn des Spiels gestaltete sich jedoch für die Gäste etwas holprig. Direkt im ersten Angriff verlor man den Ball, was die Gäste zur 1:0-Führung nutzten. Im Anschluss konnte Martha Huhnstock ausgleichen, die nächsten Tore gehörten aber den Gastgebern. Erneut war es Martha Huhnstock auf Seiten des VfB, welchen den nächsten wichtigen Akzent setzte. Bei passivem Spiel konnte sie nur rüde gestoppt werden, was zur ersten Hinausstellung für den HC Rödertal führte. Den anschließenden Strafwurf nutzte Melina-Jolie Lalurny zum 3:2-Anschlusstreffer. In der anschließenden Überzahlphase konnte durch schnelles Umkehrspiel, erstmals beim 3:4, in Führung gegangen werden. Bis zum 7:7, in Spielminute 13, entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Da die Schiebockerinnen im Angriff nun einige gute Einwurfmöglichkeiten ausließen und etwas Pfostenpech hatten, konnten die Großröhrsdorferinnen wieder zwei Tore zum 9:7 vorlegen. Diese zwei Tore konnten sie bis zum 12:10 in Spielminute 16 halten. Nach dem erneuten Anschlusstreffer zum 12:11 durch Frigga Boden, nahmen die Gastgeber ihre erste Auszeit. Diese nutzte aber auch die Gästebank, um die Mannschaft auf die Schwachstellen in der Abwehr des HCR hinzuweisen. Die Vorgaben wurden sofort hervorragend umgesetzt und nach jeweils drei Toren von Leni Meißner und Helene Lieschke stand es 14:17 in Spielminute 23. Bis zur Pause konnten die Rödertalerinnen auf 17:18 verkürzen und es ging mit einer hauchdünnen Führung in die Kabine. In der Halbzeitpause wurde die Mannschaft zunächst für den bisherigen engagierten Auftritt gelobt. Anschließend wurde wieder mehr Laufbereitschaft in der Abwehr und im Umkehrspiel gefordert und auch im Abwehrspiel sollte mehr Bewegung ohne Ball gezeigt werden. Zudem sollten sie weiterhin mutig und mit kämpferischem Einsatz spielen.
Genau diese Vorgabe setzte Tessa Sensch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit bravourös um, als sie sich beherzt gegen zwei Spielerinnen durchsetzte und das 17:19 erzielen konnte. Im Angriff wurde geduldig gespielt und auch die Abwehr zeigte, zu was sie in der Lage war. Lohn der Mühen war eine 21:24-Führung in der 32. Spielminute. Nun folgte jedoch eine kleinere Schwächephase auf Seiten des VfB. In der Abwehr standen sie etwas unsortiert und im Angriff unterliefen ihnen einige technische Fehler. Dies nutzten die Gastgeber zum 24:24-Ausgleich. Anstatt nun aber nervös zu werden, fanden die Bischofswerdaerinnen zurück zu ihrem Spiel und ließen keinen Führungswechsel zu. Zunächst war es Jette Eisold, welche die 24:25-Führung erzielte, anschließend sorgte Finja Timm für die 25:26-Führung. Großen Anteil, dass das Spiel nicht kippte, hatte auch Maja John im Tor. Sie konnte viele freie Würfe entschärfen und entnervte auch die ein oder andere Gegenspielerin. Auf der Gegenseite konnte Larissa Klose zwei wichtige Tore erzielen und nach zwei weiterenToren von Melina-Jolie Lalurny lag man, beim 28:30, wieder mit zwei Toren in Spielminute 44 vorn, was zu einer weiteren Auszeit der Gastgeber führte. Diese führte jedoch auch nicht zum gewünschten Ergebnis auf Seiten der Gastgeber. Anstatt das Ruder wieder herumzureißen, agierten sie aber äußerst nervös und fabrizierten technische Fehler, was beim 28:31 zu einer weiteren Auszeit, in Spielminute 46, führte. Doch auch von dieser ließen sich die VfB-Mädels nicht beirren, kämpften aufopferungsvoll bis zum Ende und konnten die Führung bis zum 30:33 behaupten. Nach dem Schlusspfiff durch die sehr souverän leitenden Unparteiischen aus Sachen-Anhalt, fielen sich die Mädels in die Arme und feierten ausgiebig eine phantastische Mannschaftsleistung und den Sieg gegen den Tabellenführer.
Damit steht nun wieder die Mannschaft aus Halle an der Tabellenspitze mit 14:2 Punkten, gefolgt vom HC Rödertal mit nun 14:4 Punkten und dem VfB mit 12:4 Punkten. Der HBC Wittenberg folgt auf Rang vier mit 10:6 Punkten. Die Mannschaft des VfB sorgte mit dem Auswärtserfolg wieder für Spannung an der Tabellenspitze und verteilte entgegen der Gastgeber keine Geschenke. Diese stellten, durch den Spieltagspräsentator Sachenmilch, für alle Spielerinnen ein Präsent mit Kostproben zur Verfügung. Vielen Dank dafür. Bedanken möchte sich die Mannschaft aber auch bei den zahlreichen Zuschauern, den Eltern und allen, die den Spielbetrieb unterstützen und möglich machen. Ein besonderer Dank gilt auch unseren Sponsoren, welche die Mannschaft und den Verein bei seiner Entwicklung nach vorn bringen. Namentlich seien hier für die weibliche Jugend B die MH Bedachungs GmbH, Sachsenmoped GmbH, ADIGO GmbH Dresden und die Kreisparkasse Bautzen genannt. Die Mannschaft wünscht allen Eltern, Sympathisanten, Unterstützern und Sponsoren ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2026. (shar)
„Heute darf ich meiner Mannschaft ein ganz großes Kompliment aussprechen. Nach einer nicht immer überzeugenden Hinrunde, haben die Mädels heute eine ganz starke Teamleistung abgerufen. Keine Nervosität, großer kämpferischer Einsatz und spielerische Klasse haben uns heute ausgezeichnet. Der Erfolg ist ein Gesamtpaket und nur möglich, wenn sich jede in den Dienst der Mannschaft stellt. Das hat heute jede einzelne Spielerin getan. Es hat heute sicher allen riesig Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu spielen. Die Unterstützung unser Fans war auch wieder herausragend. Ein besonderer Dank gilt aber auch Uwe und Caro, welche uns tatkräftig unterstützen“, äußerte sich Trainer Sebastian Hartmann sehr zufrieden zum Spiel. Das nächste Spiel im neuem Jahr findet am 17. Januar 2026 um 14.00 Uhr im Wesenitzsportpark gegen den HC Chemnitz statt.
Es waren erfolgreich: Maya, Luci, Amelie, Helene, Larissa, Frigga, Melina-Jolie, Leni M., Martha, Jette, Tessa, Leni B., Finja.














Bilder (c) Freya Boden und Olaf Gabler




