Trotz kämpferischer Leistung gegen Staffelfavoriten ohne Chance
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VfB 1999 Bischofswerda – HC Leipzig 16:34 (8:17)

Nach der deutlichen Niederlage bei der Bundesligapremiere in der vergangenen Woche beim Frankfurter HC stand für die weibliche Jugend B des VfB 1999 Bischofswerda nun das erste Heimspiel in der Jugendbundesliga an. Mit dem HC Leipzig wartete dabei gleich der nächste schwere Gegner. Die Favoritenrolle war klar verteilt. Dennoch wollten die Bischofswerdaerinnen den Messestädterinnen das Leben so schwer wie möglich machen und sich keinesfalls kampflos geschlagen geben.
Vor allem in der Abwehr galt es, entschlossen und beweglich zu verteidigen und Durchbrüche im Zentrum möglichst zu verhindern. Im Angriff lag der Fokus auf mehr Bewegung ohne Ball, um die Leipziger Defensive vor neue Aufgaben zu stellen.
Der Start verlief zunächst ganz nach den Vorstellungen des VfB. Annika Frohloff brachte ihre Mannschaft mit 1:0 in Führung und legte wenig später auch zum 2:2 nach. In der neunten Spielminute war es Elina Friedrich, die zum 3:3 ausglich. Beide Mannschaften agierten zu diesem Zeitpunkt noch etwas nervös und leisteten sich einige technische Fehler.
In der Folge fanden die Leipzigerinnen jedoch besser ins Spiel und nutzten die Fehler der Gastgeberinnen konsequent aus. Ballverluste und Fehlabspiele der Schiebockerinnen führten zu einfachen Toren, sodass der HC Leipzig bis zur 15. Minute auf 3:9 davonzog. Trainer Sebastian Hartmann reagierte mit der ersten Auszeit. Mehr Bewegung im Angriff, mehr Mut und eine höhere Konzentration wurden von seiner Mannschaft eingefordert.
Die Ansprache zeigte zunächst Wirkung: Mira Hartung setzte die Vorgaben direkt um und erzielte den vierten VfB-Treffer. Danach allerdings wiederholte sich das Bild der Minuten zuvor. Fehlwürfe und technische Fehler ermöglichten den Gästen weitere einfache Treffer, und Leipzig setzte sich bis zur 20. Minute auf 4:15 ab.
Doch die Bischofswerdaerinnen zeigten nun ein anderes Gesicht. Jolanthe Valtin konnte im Tor mehrere Würfe entschärfen, während sich Annika Frohloff und Colleen Kieschnick im Angriff ein Herz fassten. Mit einem 3:0-Lauf verkürzte der VfB auf 7:15, woraufhin auch der Leipziger Trainer seine Mannschaft zur Auszeit bat.
Bis zur Halbzeit entwickelte sich anschließend ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und beim Stand von 8:17 ging es in die Kabinen. Trainer Sebastian Hartmann zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft deutlich zufriedener als noch eine Woche zuvor. Für die zweite Hälfte galt es, insbesondere in der Abwehr weiterhin mit großem Willen und kämpferischem Einsatz dagegenzuhalten.

Wie schon zu Beginn der Partie gehörte auch der erste Treffer nach dem Seitenwechsel dem VfB. Amelie Piechaczek setzte sich beherzt durch und erzielte damit ihren ersten Bundesligatreffer. Wenig später belohnte sich auch Jette Eisold für ihre kämpferische Leistung mit einem Tor.
Beim Stand von 10:20 bot sich dem VfB in doppelter Überzahl die Chance, den Rückstand weiter zu verkürzen. Diese Gelegenheit konnten die Gastgeberinnen allerdings nicht nutzen. Stattdessen gelang Leipzig sogar der Treffer zum 10:21.
In der Folge hielten Annika Frohloff und erneut Amelie Piechaczek dagegen, sodass der Rückstand zunächst bei zehn Toren blieb. Danach folgte allerdings eine weitere Schwächephase des VfB. Zehn Minuten lang wollte den Bischofswerdaerinnen kein Treffer gelingen. Erst Colleen Kieschnick beendete die Torflaute mit dem 13. VfB-Treffer. Zu diesem Zeitpunkt hatte der HC Leipzig seinen Vorsprung bereits auf 12:28 ausgebaut.
In der Schlussphase kämpften die Gastgeberinnen dennoch weiter. Linda Hartmann traf über den Kreis, ehe erneut Colleen Kieschnick zum 16:29 verkürzte. In den verbleibenden Minuten konnten allerdings nur noch die Leipzigerinnen fünf weitere Treffer erzielen. Der VfB blieb ohne weiteren Torerfolg, sodass am Ende eine 16:34-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. (shar)

Trainer Sebastian Hartmann nach dem Spiel:
„Mit der kämpferischen Einstellung können wir sehr zufrieden sein. Keine hat sich aufgegeben und jede hat um jeden Ball gekämpft. Im Angriff agieren wir allerdings noch zu statisch. Hier benötigen wir mehr Tempo, aber auch mehr Ballsicherheit. Dennoch war das Spiel im Vergleich zur vergangenen Woche ein großer Schritt nach vorn. Die Zeit bis zum nächsten Spiel gilt es nun konsequent zu nutzen, um im Angriff zielstrebiger zu werden und unsere Abläufe weiter zu festigen. Ein großes Dankeschön gilt zudem unseren Zuschauern, die uns erneut über 60 Minuten unterstützt haben.“

Für die Bischofswerdaerinnen geht es nun in eine längere Spielpause. Am 10. Oktober 2026 wartet mit der SG 09 Kirchhof der nächste Gegner. Die Partie findet in Baunatal statt. Auch die SG 09 Kirchhof ist nach zwei Spieltagen noch ohne Punktgewinn.

Für den VfB kämpften: Maya John, Jolanthe Valtin; Amelie Wehner, Linda Hartmann (2), Amelie Piechaczek (2), Frigga Boden, Louisa Richter, Leni Meißner, Jette Eisold (1), Colleen Kieschnick (3/1), Annika Frohloff (6/2), Mira Hartung (1), Elina Friedrich (1)

Bilder (c) Freya Boden, Olaf Gabler

 

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