Bereits am Freitag startete die Mannschaft der neuen weiblichen Jugend B nach Halle zum Qualifikationsturnier für die Jugendbundesliga der Spielzeit 2026/2027. Bei dem Turnier warteten der HSV Magdeburg, der BSV Sachsen Zwickau und der Thüringer HC am Samstag auf den VfB. Am Sonntag standen die Begegnungen gegen den USV Union Halle-Neustadt, den VfL Meißen und den HC Rödertal auf dem Programm. Nur der Erstplatzierte des Turniers im Modus „Jeder gegen Jeden“ erhält das Ticket für die Jugendbundesliga. Der Zweite der sieben Mannschaften kann in einer weiteren, bundesweiten Qualifikationsrunde noch einen Startplatz ergattern. Am Abend machte die Mannschaft zunächst noch einen kleinen Abstecher in das „Nova Eventis“, bevor es zeitig in die Hotelzimmer ging, um am nächsten Tag ausgeruht in das Turnier starten zu können.
VfB 1999 Bischofswerda – HSV Magdeburg 22:11 (11:6)
Im Auftaktspiel wartete die Mannschaft aus der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, welche sich im Vorjahr einen der begehrten Plätze sichern und somit schon Bundesligaerfahrung vorweisen konnte. Für diese war es bereits das zweite Turnierspiel. Zum Auftakt konnten sie den Gastgeber aus Halle mit 15:13 besiegen. Gut eingestellt, konnten die Schiebockerinnen einen Auftakt nach Maß feiern. Bereits nach acht Minuten stand eine 6:1-Führung, nach Toren von Helene Lieschke, Leni Meißner und Melina-Jolie Lalurny, für den VfB zu Buche. Auch die Auszeit der Magdeburgerinnen konnte den Vorwärtsdrang der Bischofswerdaerinnen nicht stoppen und nach zehn Spielminuten war ein 8:1 der Anzeigetafel zu entnehmen. Nun schlichen sich jedoch ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, wodurch der HSV verkürzen konnte. Frigga Boden und Larissa Klose sorgten mit ihren Treffern aber für eine dennoch beruhigende Pausenführung von 11:6 nach 15 Spielminuten. In der kurzen Halbzeitpause gab es nur wenig zu bemängeln. Die Mannschaft sollte weiter beweglich in der Abwehr arbeiten und mit Schwung in Richtung Magdeburger Tor spielen. Über die Stationen 13:7 und 18:11 wurde nach 30 Spielminuten ein sicherer Auftakterfolg mit 22:11 gefeiert. Wohl wissend, dass es nur das erste Spiel in einem langen und kräfteraubenden Turnier war, konnte man den Auftakt dennoch als Gelungen bezeichnen.
VfB 1999 Bischofswerda – BSV Sachsen Zwickau 22:14 (9:5)
Im zweiten Spiel stand die Begegnung gegen die Mannschaft aus Zwickau auf dem Programm. Diese versuchten, wie bereits in der abgelaufenen Spielzeit, mit einer offensiven Deckung gegen Larissa Klose und Helene Lieschke deren Wirkungskreise einzuschränken. Da dies aber keine Überraschung war, wurde sich auch auf diese Deckungsvariante gut vorbereitet. Zu Beginn gab es aber einen Rückschlag für die VfB-Mannschaft. Melina-Jolie Lalurny verletzte sich unglücklich ohne gegnerische Einwirkung beim Torwurf zum 2:0 und konnte im weiteren Turnierverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Nach Caya Weger, welche sich im letzten Punktspiel der abgelaufenen Saison schwer am Knie verletzte, war dies somit ein weiterer schwerwiegender Ausfall.Insbesondere für das Abwehrspiel war dies eine schwere Hypothek, welche aber im weiteren Turnierverlauf durch mannschaftliche Geschlossenheit gemeistert werden konnte. Insbesondere Martha Huhnstock und Frigga Boden übernahmen nun Verantwortung und sorgten für eine sichere 9:5-Pausenführung. Auch nach der Pause wurde weiterhin der sich bietende Raum vor dem gegnerischen Tor genutzt und durch Tore von Leni Meißner und Luci Förster die Führung weiter ausgebaut. Wie bereits im Auftaktspiel konnte sich auch Louisa Richter, als jüngste der Mannschaft, in die Torschützenliste eintragen und erzielte das 19:10. Am Ende konnte ein weiterer ungefährdeter Sieg mit 22:14 Toren eingefahren werden.
VfB 1999 Bischofswerda – Thüringer HC 20:15 (8:8)
Im letzten Spiel des ersten Turniertages hatte es die Mannschaft mit dem Thüringer HC zu tun. Diese spielten in der abgelaufenen Saison ebenfalls bereits in der Jugendbundesliga und waren einer der Favoriten auf den direkten Qualifikationsplatz. Nach einer Auftaktniederlage gegen Großröhrsdorf kamen sie aber immer besser ins Turnier. Entsprechend ausgeglichen verlief auch der Beginn in die Begegnung. Nach sechs Spielminuten stand, nach einem Treffer von Jette Eisold, ein 3:3 auf der Anzeigetafel, nach acht Spielminuten wurde daraus ein 5:5. Im Anschluss zeigten die VfB-Mädels jedoch eine kleine Schwächephase, was der THC zum 5:7 nutzte. Anstatt aber nervös zu werden, legten die Schiebockerinnen, insbesondere in der Abwehr, einen Gang zu und konnten bis zur Pause nach einem Doppelschlag von Helene Lieschke und einen Treffer von Frigga Boden wieder den Ausgleich erzielen. Die Halbzeitpause wurde für kleine taktische Hinweise genutzt, welche im Anschluss gleich gut umgesetzt werden konnten. Leni Meißner und Martha Huhnstock sorgten für eine 13:10-Führung nach 20 Spielminuten. Die Thüringerinnen konnten zwar stets auf zwei Tore verkürzen, die VfB-Mädels hatten aber mit Larissa Klose und Luci Förster stets die passende Antwort parat. Auch Maya John erwies sich, wie bereits in den vergangenen Spielen, als sicherer Rückhalt. Am Ende konnte auch dieses Spiel mit 20:15 gewonnen werden.
Am Tag eins standen somit drei Siege aus drei Spielen zu Buche, was eine sehr gute Ausgangsposition für den kommenden Tag darstellte. Der Abend wurde gemeinsam in einem Restaurant verbracht, wo sich die Mannschaft für den zweiten Turniertag ausgiebig stärkte.
USV Union Halle-Neustadt – VfB 1999 Bischofswerda 9:8 (18:19)
Der Sonntag startete für die Schiebockerinnen zeitig. Bereits 09:00 Uhr traf man auf die Gastgeberinnen. Nach ordentlichem Beginn bis zum 1:3, durch Tore von Leni Meißner, Jette Eisold und Martha Huhnstock, zeigten sich die VfB-Mädels in der Abwehr allerdings zu schläfrig und auch im Angriff unterliefen ihnen ungewohnte Unkonzentriertheiten. Nach dem 6:7 durch Luci Förster nutzten die Hallenserinnen diese Fehler der Gäste zur eigenen 9:7-Führung. Mit dem Pausenpfiff konnte Larissa Klose noch den Anschlusstreffer zum 9:8 erzielen. In der Halbzeitpause wurde zur Ruhe und zur Besinnung an die eigenen Stärken gemahnt. Auch wenn die Mannschaft aus Halle zunächst wieder mit 12:10 die Führung behauptete, brachte eine veränderte Abwehrformation die gewünschte Veränderung im Spiel des VfB. Ein 0:4-Lauf durch Larissa Klose, Leni Meißner und Frigga Boden sorgte für die 12:14-Führung, welche bis zum 14:18 ausgebaut wurde. Auch wenn sich nun wieder einige Fehler einschlichen, brachte die Mannschaft mit der notwendigen Ruhe und Cleverness das Spiel über die Bühne.
VfL Meißen – VfB 1999 Bischofswerda 13:23 (4:10)
Durch die anderen Begegnungen hatte die VfB-Mannschaft gegen die junge Mannschaft des VfL Meißen bereits den ersten Matchball, um in der kommenden Spielzeit in der Jugendbundesliga an den Start zu gehen. Anstatt Nervosität zeigte das Team aber Entschlossenheit und Willen. Nach Toren von Leni Meißner, Helene Lieschke, Martha Huhnstock und Jette Eisold stand es nach acht Spielminuten 1:6. Auch die Abwehr um Torfrau Maya John zeigte sich entschlossen und kaum überwindbar. Bis zur Halbzeitpause konnte so eine beruhigende 4:10-Führung erspielt werden. Die zweite Halbzeit begann ebenfalls konzentriert und entschlossen, wodurch nach weiteren Toren von Leni Meißner, Larissa Klose und Helene Lieschke die Führung auf 6:16 ausgebaut werden konnte. Auch wenn sich die Domstädterinnen nie aufgaben, konnten sie den Rückstand nicht verkürzen. Nach Toren von Luci Förster, Linda-Careen Rasche und Louisa Richter und der damit verbundenen 13:23 Führung, wurde die letzte Spielminute bereits ausgelassen auf der Bank gefeiert. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spielerinnen in den Armen und feierten ausgelassen den fünften Sieg im fünften Spiel und der damit einhergehenden Qualifikation für die Jugendbundesliga.
HC Rödertal – VfB 1999 Bischofswerda 19:27 (6:13)
Im letzten Spiel des Tages ging es somit um nichts mehr, da sich zuvor der Thüringer HC bereits den zweiten Platz, aufgrund des direkten Vergleichs gegen den HSV Magdeburg, gesichert hatte. Dennoch sollte mit der notwendigen Seriosität das Spiel gegen den HC Rödertal bestritten werden, um nicht leichtfertig Verletzungen zu provozieren. Die Großröhrsdorferinnen hatten von Beginn an nur wenig entgegenzusetzen und die VfB-Mädels sorgten schnell für klare Verhältnisse. Insbesondere Linda Hartmann und Louisa Richter nutzten ihre Spielzeit für tolle Tore. Amelie Wehner konnte sich ebenfalls mit einem Treffer belohnen und Linda-Careen Rasche zeigte ebenfalls entschlossene Aktionen. Am Ende stand ein deutlicher 19:27-Erfolg und somit der sechste Sieg im sechsten Spiel. Nach dem Schlusspfiff wurde nochmals ausgiebig gefeiert und auch die ein oder andere Freudenträne war zu sehen.
Die Mannschaft hat damit das große Ziel erreicht und darf in der kommenden Saison in der Jugendbundesliga antreten. Auch wenn es für die Mannschaft und den Verein Neuland und eine große Herausforderung wird, will man sich dieser stellen und viele neue Erfahrungen sammeln, die Bundesligaluft einsaugen und genießen. (shar)
„Was die Mädels das gesamte Wochenende geleistet haben, macht mich wahnsinnig stolz. Wir haben die Qualifikation souverän gemeistert und konnten durch Entschlossenheit, Willen, Spielfreude und mannschaftlicher Geschlossenheit glänzen. Wir haben die letzten Jahre gemeinsam auf dieses große Ziel hingearbeitet und konnten es nun tatsächlich verwirklichen. Meine Mannschaft hat bewiesen, was mit Zusammenhalt, Trainingsfleiß und Talent auch in kleinen Vereinen möglich ist. Ein besonderer Dank gilt auch den Eltern und Unterstützern, die diesen Weg in den vergangenen Jahren mitgetragen haben. Ebenso dankbar bin ich Carolin Sensch-Langer und Uwe John für deren Unterstützung im und beim Team. Ohne dem allen wäre der Erfolg auch nicht möglich gewesen“, zeigte sich Trainer Sebastian Hartmann sichtlich erleichtert über das Gelingen der Qualifikation.
Die Qualifikation für die Jugendbundesliga erspielten: Linda-Careen Rasche, Amelie Wehner, Luci Förster, Linda Hartmann, Caya Weger, Maya John, Helene Lieschke, Larissa Klose, Louisa Richter, Frigga Boden, Melina-Jolie Lalurny, Leni Meißner, Martha Huhnstock, Jette Eisold; auf der Bank: Caroline Sensch-Langer, Uwe John und Sebastian Hartmann.


















Bilder (c) Freya Boden, Olaf Gabler




