Nicht gerade mit Ruhm bekleckert
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VfB 1999 Bischofswerda – SV Rot-Weiß Sagar II32:29(16:15)
Das letzte Heimspiel dieser Saison bestritt der VfB gegen den Tabellenvorletzten aus Sagar. Nur allzu gut erinnerte man sich an das Hinspiel, welches seinerzeit nur unentschieden endete. Heute wollten es die Spieler anders machen und auch mal vor heimischer Kulisse einen überzeugenden Sieg einfahren.Die Anfangsphase gestaltete sich mehr als hektisch. In der Abwehr zwar gut agierend, vermochte man es allerdings zu selten, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Unplatzierte und überhastete Würfe machten es dem gegnerischen Torhüter leicht, die Bälle zu parieren. Beim Stand von 5:5 hätten die Schiebocker bereits mit 6-7 Toren führen müssen! Die verworfenen Chancen im Angriff beeinflussten aber auch die Aktionen im Abwehrverhalten. Viel zu nachlässig und fast schon übermütig agierte nun die anfangs gelobte Defensive. Somit war es Sagar immer wieder möglich, einfache Tore zu erzielen und dem VfB dementsprechend kein Entkommen zu ermöglichen. Das Spiel taumelte so vor sich hin, ohne die überschaubaren Zuschauer im Wesenitzsportpark zu begeistern. Höhepunkte waren meist Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten. Rocco Mehnert und Florian Loewens, welche sich mit einigen Treffern in die Torschützenliste eintragen konnten, sind diesbezüglich zu erwähnen. Trotzdem blieb das Abwehrproblem weiterhin bestehen. Selbst mehrere Verteidigungsvarianten konnten die Gäste nicht aus der Reserve locken. Demzufolge waren viele der Spieler sichtlich erleichtert, als es beim Pausenstand von 16:15 endlich zur Taktikbesprechung in die Kabine ging. Eckpunkte waren der verschlafene Angriff sowie die zurückhaltende Deckung.Mit mehr Elan wollten die Bischofswerdaer nun versuchen, doch noch ein ansehnliches Spiel aufs Parkett hinzulegen. Der Spannungsfaktor blieb dabei definitiv bestehen.Die Spieler kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und führten binnen weniger Minuten mit 3 Toren (20:17). Dabei war es aber nur die Abwehr, die sich zu diesem Zeitpunkt verbesserte. Der pomade Angriff blieb leider bestehen. Viel zu leichtsinnig vergeigte man regelrecht beste Einwurfmöglichkeiten. Als Sagar plötzlich wieder herankam und Luft schnappte, kam zum schlechten Spiel sogar noch Nervosität hinzu. Die Gäste spielten sich in einen Lauf und verkürzten Tor um Tor. Nach dem eher beruhigenden 24:20 führten sie auf einmal mit 26:27. Als Bischofswerda zu allem Übel auch noch 4 Minuten in Unterzahl realisieren musste, schienen die Messen gelesen. Jedoch entkam das Team dieser Misere und konnte sich am Ende durch spielerische Überlegenheit verbunden mit viel Kampfgeist über einen verdienten, dennoch glanzlosen 32:29 Heimsieg freuen.
VfB:
Tor: N. WettsteinFeld: F. Loewens (5); D. Friedrich; S. Neumann; A. Kloß (10/1); R. Schwarzbach (1); F. Herzog (1); O. Schneider; R. Mehnert (11/3); M. Kaspar (4)

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